Entweißungstraining....

 


Ich habe inzwischen Zweifel, ob die USA es überhaupt noch bis zur Präsidentenwahl schaffen. Womöglich ist Trump der letzte Präsident der USA und wird es formal bleiben, weil es nicht mehr zu Wahlen kommt.

Fox News und die britische Daily Mail berichten darüber, dass die Stadt Seattle für ihre Mitarbeiter ein Entweißungstraining durchgeführt hat:

The City of Seattle held a racially segregated employee training session aimed at White staffers and instructing them on “undoing your own whiteness” in order to be held accountable by people of color, according to documents obtained by a public records request.

“undoing your own whiteness”

Sei angeblich per Informationsfreiheitsauskunft ans Licht gekommen. Dazu gibt es einen Verweis auf die Webseite dessen, Christopher Rufo, der die Dokumente per Auskunftsersuchen angefordert und ins Netz gestellt hat.

One handout distributed in the session declared how “racism is not our fault but we are responsible.” Another said White staffers must give up “the land” and their “guaranteed physical safety” in order to be an “accomplice” for racial justice.

Jetzt diskutiert man darüber, was die damit meinen, wenn da in den Schulungsunterlagen steht, dass weiße Angestellte „das Land” und die „garantierte körperliche Sicherheit” aufgeben müssten um sich zum Komplizen für Rassengerechtigkeit zu machen.

Bizarr.

“I’m going to keep pushing—because this is exactly the kind of thought-policing they want to implement everywhere,” Rufo tweeted. “The new cultural revolution is being fought via corporate HR, city diversity training, and public school curriculums. When you find something like this in your community, expose it, criticize it, mock it, and reject it.”

“It’s a dark irony that the City of Seattle’s Office of Civil Rights would host racially segregated training sessions and demand that its white employees give up their ‘physical safety’ and ‘white normative behavior,’” Rufo added in a statement to Fox News.

“This new racial orthodoxy is now sweeping through local government, schools, and corporate HR departments, and threatens to undermine the American idea of equality under the law. The City of Seattle should immediately launch an investigation into this practice, change its policy on race-segregated training sessions, and abandon the cult-like ideology of ‘critical race theory.'”

Those who attended the session were shown handouts, including one that encouraged them to cultivate “networks with other white people who are practicing antiracist accomplicehood so you can talk through your struggles in the work of undoing your own whiteness.”

Und nochmal was sie von den Leuten verlangen:

In order to be considered “accomplices,” White employees must give up “comfort,” “guaranteed physical safety,” “expectations or presumptions of emotional safety,” “control over other people and over the land,” and “relationships with some other white people.”

White employees were also urged to give up “niceties from neighbors and colleagues,” “the certainty of your job,” and “accepting jobs and promotions when we are not qualified, including racial equity jobs.”

Das ist so schräg, dass ich dann langsam unsicher bin, ob mein Englisch noch reicht, um das wirklich noch exakt und zutreffend zu übersetzen. Um sich also zu Komplizen der Rassengerechtigkeit zu machen, sollten weiße Angestellte ihren Komfort, die „garantierte physische Sicherheit” (ich bin nicht sicher, ob die damit die körperliche Unversehrtheit oder die finanzielle Gesundheitsversorgung usw. meinen), sich von ihren Erwartungen und Annahmen auf „emotionale Sicherheit” verabschieden sollen (was auch immer damit gemeint sein sollte), die Kontrolle über andere Menschen und das Land aufgeben sollen und auch ihre Beziehungen zu manchen anderen weißen Menschen.

Sie müssen außerdem “niceties from neighbors and colleagues” aufgeben, was ich auch nicht hundertprozentig verstehe, denn niceties heißt meines Wissens eigentlich Spitzfindigkeiten. Man soll die Sicherheit seines Jobs aufgeben (womit gemeint sein könnte, die Sicherheit, den Job/Auftrag auch zu kriegen, und nicht sicher vor Unfall oder sowas zu sein). Der dritte Teil “accepting jobs and promotions when we are not qualified, including racial equity jobs.” könnte das erklären und dem einen Sinn geben, wenn sie damit meinen, dass man sich damit abfinden solle, dass Jobs und Beförderungen im Wege der Rassengleichheit auch an Leute gehen, die dafür eignetlich nicht qualifiziert und nicht befähigt sind.

Also mit Schwarzen das, was wir hier mit Frauen machen.

Employees were presented with a flowchart that demonstrated how “white people keep the system going” by being socialized “to cause harm to POC,” “justify why we are superior and have been wronged by POC,” “use anger, self-righteousness and defensiveness [to] mask fear, shame, or guilt,” “show up small and inauthentic,” and finally are “unable to imagine a way forward that comes from a place of humanity,” thus reinforcing the status quo.

Weiße würden das System am Laufen halten, weil sie darauf konditioniert seien, People of Color zu schaden. Ärger, Selbstgerechtigkeit und Verteidigungshaltung dienten dazu, Angst, Scham und Schuld zu tarnen.

Ich habe jetzt auch nicht so genau verstanden, ob das jetzt verpflichtend, freiwillig oder „freiwillig” war.

Wertung

Das ist so schwachsinnig, dass ich schon Probleme habe, das zu übersetzen. Gar nicht mal, weil mein Englisch zu schlecht wäre, sondern weil da eine Drüse im Hirn die Notbremse zieht und sagt, Stopp, Du übersetzt gerade völligen Schwachsinn, das kann nicht stimmen. Trotz 15 Jahre Bloggen ist die Drüse noch nicht an solchen Schwachsinn gewöhnt.

Zieht man in Betracht, wie steil da der Schwachsinn eskaliert, kommen mir da schon erste Zweifel, ob die es überhaupt noch bis zur nächsten Präsidentenwahl schaffen, und das nicht vorher schon überkocht.

Wenn da jetzt Bürgerkrieg oder sonst irgendwie größere Unruhen ausbrechen, oder umgekehrt ganze Stadtverwaltungen streiken, und dazu noch Covid-19 weiter eskaliert (laut den Nachrichten von vorhin geht’s da jetzt richtig rund), kann das auch gut sein, dass die schon rein administrativ-personell nicht mehr in der Lage sind, eine Präsidentenwahl noch rechtswirksam durchzuführen.

Ich tue mir gerade auch schon schwer damit, mir vorzustellen, wie die da noch eine geordnete Wahl durchführen wollen. Wenn in genügend vielen Staaten oder Bezirken die Wahl nicht mehr funktioniert, ist die dann irgendwann auch nicht mehr rechtskräftig oder eindeutig.

Dazu eben noch Corona.

Und es ist nicht ausgeschlossen, dass in den nächsten Monaten Börsen und Wirtschaft einstürzen.

Und dann reizen sie die Leute noch mit solchem Schwachsinn.

Also ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich noch zu einer Wahl führen kann. Da wäre auch noch mit Anschlägen zu rechnen.

Ich könnte mir inzwischen durchaus vorstellen, dass Trump Präsident bleibt, weil es nicht mehr zu einer rechtswirksamen Neuwahl kommt.

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